apotheose

6. Mai 2004 | Von Ernesto Castillo | Kategorie: poetik

–: das gedicht macht weiter. überbordendes, daseinsparlando. man geht durch eine bar. man lernt ein mädchen kennen. man geht vorüber. was solls. alle die seelig gesprochenen namen. eine biografie, ein geschwätz mehr. das ewig dröhnende: ich – und keine pause in sicht –: die maschine ich, das licht ich, der lärm ich, der gestank ich, der fick, die zeitungen, die geschichten, die waschbecken ich die hand an deiner brust, das bier und die sonne, …

-: das gedicht ich lyriker, taufbeckenprofis, übersetzungsprobleme. und drunter ist drüber. kein fleisch, keine knochen, hübsch geschminkte anämie. hülle geworden, zeichensetzung. numer, widmung, ornament

-: das gedicht führt nirgenwo hin. es führt zu gar nichts. ein wort ist kein bild. ein bild ist kein gedicht. ein gedicht ist keine lösung. wer das nicht begreift, braucht keine gedichte

-:das gedicht braucht keine biografie. der dichter braucht biografie, der leser braucht biografie. und schon schleicht das eine verständnis auf ewig sich ein. Ah - das gedicht der kurzschluss, der moment, in dessen ueberschlag sich beides

-: das gedicht braucht das gegenteil. das gedicht braucht gar nichts. “kein himmel ist, keine erde und beider gedächtnis geloescht, bis auf den einen eschengläubigen blauspecht” weltesche, Ygdrassil bis in die zehnte sephira metageebnetes, alltägliches, nichts… später dann –: gesammelte spasmen, blutauswurf, eine kurze erregung nachts im park

Apotheose der während des Befreiungskrieges für das Vaterland gefallenen französischen Helden, Anne-Louis Girodet de Roussy-Trioson, Anfang 19. Jahrhundert

Apotheose der während des Befreiungskrieges für das Vaterland gefallenen französischen Helden, Anne-Louis Girodet de Roussy-Trioson, Anfang 19. Jahrhundert

Apotheose (griechisch apo- „fern-, ins Ferne“, theós „Gott“) ist die Erhebung eines Menschen zu einem Gott oder Halbgott oder bedeutet auch nur „Verherrlichung“. Sie hat ihren Ursprung im Altertum, als geglaubt wurde, dass Persönlichkeiten, die Großes vollbracht haben, zu Göttern würden und wie diese verehrt werden könnten bzw. sollten.

Die Apotheose früherer, bedeutender Persönlichkeiten war immer wieder Thema der bildenden Kunst.

Viele antike griechische Komödien enden mit einer Apotheose, etwa Die Vögel von Aristophanes.

Inhaltsverzeichnis

Beispiele für Apotheosen

Siehe auch

Literatur

  • Arthur E.R. Boak: The Theoretical Basis of the Deification of Rulers in Antiquity, in: Classical Journal 11, 1916, 293-297.
  • Franz Bömer: Ahnenkult und Ahnenglaube im alten Rom, Leipzig 1943.
  • Walter Burkert: Caesar und Romulus-Quirinus, in: Historia 11, 1962, 356-376.
  • Jean-Claude Richard: Énée, Romulus, César et les funérailles impériales, in: Mélanges de l’École Française de Rome 78, 1966, 67-78.
  • Bernadette Liou-Gille: Divinisation des morts dans la Rome ancienne, in: Revue Belge de Philologie 71, 1993, 107-115.
  • David Engels: Postea dictus est inter deos receptus. Wetterzauber und Königsmord: Zu den Hintergründen der Vergöttlichung frührömischer Könige, in: Gymnasium 114, 2007, 103-130.

Weblinks

Wiktionary

 Wiktionary: Apotheose – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik

Commons

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