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	<title>der metroprolet im exil &#187; Ernesto Castillo</title>
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	<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 22:40:58 +0000</pubDate>
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		<pubDate>Fri, 30 May 2008 17:06:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernesto Castillo</dc:creator>
		
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		<title>aus-gestöber</title>
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		<pubDate>Thu, 29 May 2008 18:10:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernesto Castillo</dc:creator>
		
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<p>gewesen auch da-<br />
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		<title>notiz</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Nov 2007 19:47:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernesto Castillo</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[der schmale streifen lichts
unterm halbverschütteten morgen
&#38; der aufstand beginnt
in den  farben der vorstadt,
hinter dem gleisgelände, östlich
hinter - ja vielleicht sogar
hinter dem mond]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>der schmale streifen lichts<br />
unterm halbverschütteten morgen<br />
&amp; der aufstand beginnt<br />
in den  farben der vorstadt,<br />
hinter dem gleisgelände, östlich<br />
hinter - ja vielleicht sogar<br />
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		<title>the job is (well) done</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Sep 2007 11:53:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernesto Castillo</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[mal etwas in eigener sache: der hauptgrund meines momentary stay @ naples ist endlich (buh) zu einem guten - wie ich hoffe - abschluss gekommen. meine videoinstallation fuer dinamo3 - eine mime group aus london - die verschiedene poetische texte als eine art minitheater im l&#8217;anificio praesentierte, wurde wohlwollend aufgenommen. schade nur, das die musik, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>mal etwas in eigener sache: der hauptgrund meines momentary stay @ naples ist endlich (buh) zu einem guten - wie ich hoffe - abschluss gekommen. meine videoinstallation fuer dinamo3 - eine mime group aus london - die verschiedene poetische texte als eine art minitheater im l&#8217;anificio praesentierte, wurde wohlwollend aufgenommen. schade nur, das die musik, die extra fuer diese performance von einem guten freund komponiert werden sollte, nicht zuletzt aus mangel an zeit, nicht zustande gekommen ist. zum glueck war die die musikauswahl von Arianna erstklassik und ihre kompositionen, die sie einband, ebenfalls. als generalprobe fuer unseren (hoffentlich!) event in Paris jedenfalls, fand ich alles sehr gelungen.</p>
<p><span id="more-136"></span><a href="http://www.metroprolet.net/wordpress/wp-content/uploads/2008/06/volantino-mail.jpg" class="lightview" rel="gallery[136]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-198" title="lesmotsquibougent" src="http://www.metroprolet.net/wordpress/wp-content/uploads/2008/06/volantino-mail.jpg" alt="" /></a></p><div class="ngg-galleryoverview" id="ngg-gallery-3"><div class="slideshowlink"><a class="slideshowlink" href="http://www.metroprolet.net/wordpress/nggallery/post/the-job-is-well-done/slideshow">[Zeige als slideshow]</a></div><div id="ngg-image-88" class="ngg-gallery-thumbnail-box desc">
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<span>il corpo della poesia</span>
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	<a id="thumb96" href="http://www.metroprolet.net/wordpress/wp-content/gallery/il-corpo-della-poesia/428180916_712018318e_o.jpg" title="il corpo della poesia" class="lightview" rel="gallery[il-corpo-della-poesia]" ><img title="il corpo della poesia" alt="il corpo della poesia" src="http://www.metroprolet.net/wordpress/wp-content/gallery/il-corpo-della-poesia/thumbs/thumbs_428180916_712018318e_o.jpg"  /></a>
<span>il corpo della poesia</span>
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<div class='ngg-navigation'><span>1</span><a class="page-numbers" href="http://www.metroprolet.net/wordpress/nggallery/post/the-job-is-well-done/page-2">2</a><a class="page-numbers" href="http://www.metroprolet.net/wordpress/nggallery/post/the-job-is-well-done/page-3">3</a><a class="next" href="http://www.metroprolet.net/wordpress/nggallery/post/the-job-is-well-done/page-2">&#9658;</a></div>]]></content:encoded>
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		<title>F&#252;r Cowboy Jim</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2007 19:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernesto Castillo</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[kurzes]]></category>

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		<description><![CDATA[riding over the diffidence. that faltered…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="left">riding over the diffidence. that faltered…</p>
<p><a href="/wordpress/wp-content/uploads/2007/07/therealcowboy.jpg" class="lightview" rel="gallery[47]" rel="lightbox"  ><img src="/wordpress/wp-content/uploads/2007/07/.thumbs/.therealcowboy.jpg" alt="therealcowboy.jpg" title="therealcowboy.jpg" width="96" height="61" border="0" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>und Antwort</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Feb 2007 12:23:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernesto Castillo</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute in den Feuilletons: Übersetzer, ihr müsst mehr arbeiten! - Kultur - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten:
Süddeutsche Zeitung, 10.02.2007  &#8220;Beide habe Recht, aber damit ist nichts gewonnen, sondern viel verloren&#8221;, kommentiert Dirk Stempel, im Hanser-Verlag für Rechte und Lizenzen zuständig. &#8220;Auch wenn sich die Parteien auf der Mitte träfen, dann würden auf die Verlage Kostensteigerungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,465569,00.html">Heute in den Feuilletons: Übersetzer, ihr müsst mehr arbeiten! - Kultur - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten</a>:</p>
<blockquote><p>Süddeutsche Zeitung, 10.02.2007  &#8220;Beide habe Recht, aber damit ist nichts gewonnen, sondern viel verloren&#8221;, kommentiert Dirk Stempel, im Hanser-Verlag für Rechte und Lizenzen zuständig. &#8220;Auch wenn sich die Parteien auf der Mitte träfen, dann würden auf die Verlage Kostensteigerungen von 150 Prozent zukommen, die kein Unternehmen verkraften kann.&#8221; <span id="more-106"></span>Den niedrigverdienenden Übersetzern empfielt er ansonsten, mehr Aufträge zu aquirieren: &#8220;Dies vor Augen lassen sich die behaupteten 1000 Euro-Einkommen überprüfen. Bei einem durchschnittlichen Seitenhonorar von 18,50 Euro entspricht das genannte Einkommen aufs Jahr gerechnet einem Übersetzungsvolumen von 648 Seiten pro Jahr. Bei einer durchschnittlichen Leistung von einer Seite je Stunde werden dafür 648 Stunden benötigt. Die tarifliche Arbeitszeit für Angestellte beträgt in der Verlagsbranche 163 Stunden im Monat. Folglich arbeitet jemand, der monatlich 1000 Euro Einkommen hat rund 4,5 Monate dafür, wenn man zur Übersetzungszeit noch die Korrekturgänge hinzurechnet. Der Schluss darf gezogen werden, dass jener Mensch zu wenige Übersetzungsaufträge hat.&#8221; (Stempel nimmt hier auch Bezug auf Burkhart Kroebers Perlentaucher-Artikel und Kroebers Rechnung in der NZZ - wo Kroeber allerdings nicht von Einkommen, sondern von Brutto-Verdienst spricht.)</p></blockquote>]]></content:encoded>
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		<title>Klage?</title>
		<link>http://www.metroprolet.net/wordpress/aktuell/klage/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Feb 2007 12:20:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernesto Castillo</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[Privilegierte Übersetzer? (Feuilleton, NZZ Online):
9. Februar 2007, Neue Zürcher Zeitung  	 		 		 	 Privilegierte Übersetzer?  Eine Entgegnung 	 	  «Wenn ein gefragter Übersetzer wie Burkhart Kroeber klagt, wir müssen von etwa 1000 Euro pro Monat leben, dann ruiniert er nicht nur seine eigene Glaubwürdigkeit, sondern die der ganzen Zunft.» So formulierte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.nzz.ch/2007/02/09/fe/articleEWKZB.html">Privilegierte Übersetzer? (Feuilleton, NZZ Online)</a>:</p>
<blockquote><p>9. Februar 2007, Neue Zürcher Zeitung  	 		 		 	 Privilegierte Übersetzer?  Eine Entgegnung 	 	  «Wenn ein gefragter Übersetzer wie Burkhart Kroeber klagt, wir müssen von etwa 1000 Euro pro Monat leben, dann ruiniert er nicht nur seine eigene Glaubwürdigkeit, sondern die der ganzen Zunft.» So formulierte Joachim Güntner in seinem Kommentar zu dem Streit, den in Deutschland Übersetzer und Verleger um angemessene Honorare führen (NZZ 7. 2. 07). <span id="more-105"></span>Güntner behauptet damit, unsere Lage als Übersetzer sei in Wahrheit rosiger, als wir sie darstellten. Leider irrt er.  Wer pro Tag im Schnitt 4 bis 5 Seiten sorgfältig übersetzt und (wie allgemein in unserer Gesellschaft üblich) an fünf Tagen der Woche seinem Beruf nachgeht, kommt im Monat auf maximal 100 Seiten. Ich kann versichern, in den drei Jahrzehnten meines Übersetzerlebens nie mehr als durchschnittlich 100 wirklich abgabereife Seiten pro Monat geschafft zu haben. Bei einem Seitenhonorar von durchschnittlich 18 bis 19 Euro ist leicht auszurechnen, welche Summe das monatlich ergibt. Dieser Betrag ist wohlgemerkt nicht unser «Gewinn», welcher dem Gehalt eines Festangestellten entspräche, sondern der durch freiberufliche Tätigkeit erwirtschaftete «Betriebsumsatz», von dem Betriebsausgaben abgezogen werden müssen, die an die 50 Prozent betragen, rechnet man mit, dass Übersetzer weder Ferien- noch Krankengeld, noch ein 13. Monatsgehalt bekommen und dies durch eigene Aufwendungen ausgleichen müssen.  Die durchschnittlich 1000 Euro sind keineswegs, wie Güntner vermutet, der von einem «Unterprivilegierten» erzielte Betrag. Sie sind das, was ein vielgefragter und in den Verlagen hochgeschätzter Übersetzer in guten Zeiten (d. h., wenn er gesund ist und kein Auftragsmangel herrscht) erwirtschaften kann. Je schwieriger eine Übersetzung ist, desto geringer wird diese Summe - bei manchen Texten schafft man nicht mehr als 2 bis 3 Seiten pro Tag.  Was meine eigene Ökonomie betrifft: Hätte ich nicht im Sommer 2006 den Übersetzerpreis der Stadt München bekommen, wäre meine Lage jetzt genauso elend, wie sie für viele meiner Kolleginnen und Kollegen leider ist. Gern wird angeführt, ich sei doch an Umberto Ecos Bestsellern beteiligt, also nun wirklich privilegiert. Jawohl, aber nachhaltig gelohnt hat sich meine Erfolgsbeteiligung in Höhe von 1 Prozent nur bei den beiden Romanen «Das Foucaultsche Pendel» und «Baudolino». Ihnen verdanke ich die glückliche Lage, über eine Altersrücklage zu verfügen - womit ich ein seltener Vogel unter uns Übersetzern bin. Und gerade diese Erfahrung lässt mich sagen: Will man die Lage der Übersetzer verbessern, wäre eine reguläre und angemessene Erfolgsbeteiligung schon ein Schritt in die richtige Richtung. Aber gerade die wollen uns die Verlage ja partout nicht zubilligen.  Burkhart Kroeber</p></blockquote>]]></content:encoded>
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		<title>kino ohne kunst</title>
		<link>http://www.metroprolet.net/wordpress/buch-film/kino-ohne-kunst/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 May 2006 15:17:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernesto Castillo</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[buch &#38; film]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Reflektion über das Kino im Zeitalter der Wiederkehr des Immergleicheren!
Es gibt einen Satz über das Kino, der an einem bestimmten Zeitpunkt eine Wahrheit über das Kino als zeitgemäße Kunstform formulierte: „Das Kino produziert Erinnerung, das Fernsehen dagegegen Vergessen.“
Das Kino von heute ist das Fernsehen von damals. Jener Satz von Godard, der aus einer Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eine Reflektion über das Kino im Zeitalter der Wiederkehr des Immergleicheren!</em></p>
<p>Es gibt einen Satz über das Kino, der an einem bestimmten Zeitpunkt eine Wahrheit über das Kino als zeitgemäße Kunstform formulierte: „Das Kino produziert Erinnerung, das Fernsehen dagegegen Vergessen.“<br />
Das Kino von heute ist das Fernsehen von damals. Jener Satz von Godard, der aus einer Zeit stammt, als das Kino sich nicht zuletzt als die zeitgemäße Kunstform begriff, impliziert den Gedanken, daß jenes Kino Differenz gegenüber der Indifferenz schuf. <span id="more-102"></span>Heute dagegen produziert gerade auch das Kino Vergessen, mehr noch — es vergißt seine Wurzeln. Vor den Eingängen der Multiplexe trifft eine neue Generation von Kinogängern auf die Generation, für die eben jener Satz von Godard noch maßgebend ist. Für diese Generation existiert das Kino noch als Kunstform, die nicht zuletzt den Originalitätsgedanken einschließt. Sie hat die erste „Star Wars“-Trilogie gesehen, sie hat die erste Verfilmung des „Herrn der Ringe“ gesehen und nicht zuletzt jenes Kino der großen Regisseure wie Pasolini, Tarkowski und Godard, welche jene neue Generation, die mit ihnen vor den Kinos steht, wohl unter dem abfälligen Begriff des nichtkommerzialisierbaren Autorenkinos abtut.<br />
Aber dieser jüngeren Generation, der das Remake das Original bedeutet, das sie nicht kennt, mangelt eben dadurch der Sinn für das, was das Kino als Kunstform auszeichnet — die Erfahrung des Films als neuer und originärer Ausdruck. Sicher, viele dieser Remakes sind beeindruckende optische Erlebnisse, aber im Vergleich mit dem Original, mit der Seherfahrung des Zuschauers damals, für den eben nicht nur der visuelle Effekt, sondern auch die erzählte Geschichte solcherart eine Neuigkeit bedeutete, verliert das Remake sogar dann, wenn es, wie etwa in „The Talented Mr. Ripley“ eine bekannte Geschichte durchaus auf originelle und überzeugende Art und Weise neu erzählt. Aber jene Ausdrucksform des Kinos als explizit künstlerische — unvergessen, wie sich die Farbe Gelb durch alle Einstellungen des Filmes schleicht — ist auch hier verlorengegangen. Selbst die scheinbare „Neuigkeit“ des Schnittes bei Tarantinos „Pulp Fiction“, der die linear abgefilmte Geschichte durch eine nichtlineare Darstellung auflöst, bleibt im Vergleich zum Beispiel mit Tarkowskis Entwurf einer eigenen filmischen Zeit am Ende doch auf das rein visuelle Spektakel beschänkt. Daß dieses Beispiel aber jenen Furor als „neues filmisches Mittel“ (der es nie war) erregte, der mittlerweile in jedem amerikanischen Handbuch für Drehbuchautoren nachzulesen ist, zeigt auf der einen Seite die Phantasiearmut der heutigen Filmindustrie, wie es auf der anderen Seite das echte Bedürfnis nach einer Erneuerung des Kinos, nicht zuletzt auch aus kommerziellen Interessen, illustriert.<br />
Das heutige Kino ist allenfalls Pop — die Wiederholung des Immergleicheren. Es läßt sich besser mit Warhol als Godard betrachten. Allenfalls sieht der Zuschauer noch sein eigenes Leben aus der Leinwand heraustreten wie in Woody Allens „Purple Rose of Cairo“, aber die Zeit des Kinos als originelle Kunstform ist vielleicht abgelaufen, wenn es dem Kino nicht gelingt, neue künstlerische Mittel jenseits des nur visuellen Spektakels zu entwickeln. Die Neuigkeit des Mediums an sich und damit auch die Möglichkeit, eine Kunstform bis ins Extrem auszureizen, ist heute eine banale geworden. Die Krisis des Kinos ist sicher keine kommerzielle, sondern eine künstlerische. Wobei letzteres auch aus dem absoluten Supremat des ersten resultiert. Das auf dem Feld der rein visuellen Neuigkeit dabei auch gute Erfolge zu beobachten sind, bleibt dabei unbestritten, wie zum Beispiel die Verfilmung eines Videospiels à la „Resident Evil“ beweist. Aber der Erfolg hier resultiert vor allem aus der gelungenen und in dieser Perfektion noch nicht geschauten Vermischung klassischer Kinogenres — des Horrorfilms (durchaus auf B-Movie-Ebene) und des Actionfilms. Daß genau an dieser Stelle andere Filme wie „Spiderman“ scheitern, liegt in eben an jenem Trugschluß, daß Kino sich nur auf der rein audiovisuellen Ebene abspielt. Hier wird das Medium mit dem Stoff und dem Ziel verwechselt und muß über kurz oder lang als Kunstform scheitern. Die Geschichte und damit die Bedeutung des Bildes an sich ist lange zweitrangig vor dem Spezialeffekt. Aber die visuelle Neuigkeit, das so noch nicht Geschaute, der Choc, muß verblassen vor eben dieser Indifferenz der reinen Produktionsmasse. Es läuft doch niemand mehr beim Anblick eines auf sich zurasenden Zuges aus dem Kino, und ernsthaft fühlt sich niemand beschossen unter den Bildern des „D-Days“. Und letztendlich ist auch der spektakulärste Effekt kalkulierbar, und der Zuschauer ist lange schon der bessere Regisseur in einem mittelmäßigen Film, der den Effekt schon vorausahnt, weil er ja genau an der Stelle kommt, wo er ihn schon hundertmal gesehen hat und erwartet. Das ist die filmischen Erfahrung des Zuschauers, gegen die die Mehrheit der heute produzierten Filme mit immer größeren (und leereren) Bildern anzugehen versucht, und die just das Gegenteil produzieren — Indifferenz und immer schnelleres Vergessen. Ein Kino à la Hollywood, das nur auf die Ohnmacht des Betrachters vor der reinen Macht der Bilder setzt, muß ohne Megaschirm und Dolbysurround seine Wirkung verlieren, weil es seine Geschichten vergessen hat.</p>
<p>ernesto</p>]]></content:encoded>
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		<title>versammlungen 1</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2005 11:35:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernesto Castillo</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.metroprolet.net/wordpress/aktuell/versammlungen-1/</guid>
		<description><![CDATA[- sommer aus quartheften und gelegenheitsficks
- geist, der sich durch die vernunft mangelt
- downtown dialektik
- zerdichtung
- in der hitze des geschlechts
- das minderjährige reich
- von rom die stadt abkratzen
- a happy deppie
- notzucht der tugend
- der eilige geist
- paralellschiss
- slammers wellfare
- busy as usuall
- kids of the systemcrash
- zwischen flachs und zahnersatz lag nur ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>- sommer aus quartheften und gelegenheitsficks</p>
<p>- geist, der sich durch die vernunft mangelt</p>
<p>- downtown dialektik</p>
<p>- zerdichtung</p>
<p>- in der hitze des geschlechts</p>
<p>- das minderjährige reich</p>
<p>- von rom die stadt abkratzen</p>
<p>- a happy deppie</p>
<p>- notzucht der tugend<span id="more-101"></span></p>
<p>- der eilige geist</p>
<p>- paralellschiss</p>
<p>- slammers wellfare</p>
<p>- busy as usuall</p>
<p>- kids of the systemcrash</p>
<p>- zwischen flachs und zahnersatz lag nur ein kleiner dummer satz</p>
<p>- unsolid dreams by a solid sea</p>
<p>- vom lacher zum macher</p>
<p>- o-ton küche</p>
<p>- dem stuhlgang der geschichte nachgehen</p>
<p>- wir sind so voll von nichts</p>
<p>- mittelmaß eben; eben nicht eben – mäßig!</p>
<p>- das problem des lyrischen “ichs”, - oft genug, das es keins hat.</p>
<p>31.12.003</p>
<p>- arschwische mit widmung<br />
[frei nach Lichtenberg]</p>
<p>- zu recht zog man seine aphorismen seinen gedichten vor; hier traf sich [glücklich endlich] die kürze seiner gedanken mit der kürze des ausdrucks.</p>
<p>1.1.004</p>
<p>- das jahr - mit fieber und krankheit begonnen - verspricht allenfalls besserung, kaum heilung.</p>
<p>- ein nomosmatiker</p>
<p>- napoli hinterland</p>
<p>- die geistportiers blasen zur hirschjagd</p>
<p>- der dorfzottel</p>
<p>- der zufallselaborator<br />
&#8212;&#8211;</p>
<p><!--post2pdf_exclude--></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>the show</title>
		<link>http://www.metroprolet.net/wordpress/kurzes/the-show/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2005 21:12:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernesto Castillo</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[kurzes]]></category>

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		<description><![CDATA[ein typisch italienischer showabend - der moderator spricht mit einem dressierten dobermann - assistiert von einem halbnacktem maedchen, dass sich unter einem glastisch raekelt.
&#8212;&#8211;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ein typisch italienischer showabend - der moderator spricht mit einem dressierten dobermann - assistiert von einem halbnacktem maedchen, dass sich unter einem glastisch raekelt.<br />
&#8212;&#8211;</p>
<p><a href="http://www.metroprolet.net/wordpress/wp-content/uploads/2007/07/dog.png" class="lightview" rel="gallery[10]" rel="lightbox"><img src="http://www.metroprolet.net/wordpress/wp-content/uploads/2007/07/.thumbs/.dog.png" alt="der hund" title="der hund" border="0" height="96" width="80" /></a></p>]]></content:encoded>
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