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10. Februar 2007 | Von User ImageErnesto Castillo | Kategorie: aktuell

Heute in den Feuilletons: Übersetzer, ihr müsst mehr arbeiten! - Kultur - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten:

Süddeutsche Zeitung, 10.02.2007 “Beide habe Recht, aber damit ist nichts gewonnen, sondern viel verloren”, kommentiert Dirk Stempel, im Hanser-Verlag für Rechte und Lizenzen zuständig. “Auch wenn sich die Parteien auf der Mitte träfen, dann würden auf die Verlage Kostensteigerungen von 150 Prozent zukommen, die kein Unternehmen verkraften kann.” Den niedrigverdienenden Übersetzern empfielt er ansonsten, mehr Aufträge zu aquirieren: “Dies vor Augen lassen sich die behaupteten 1000 Euro-Einkommen überprüfen. Bei einem durchschnittlichen Seitenhonorar von 18,50 Euro entspricht das genannte Einkommen aufs Jahr gerechnet einem Übersetzungsvolumen von 648 Seiten pro Jahr. Bei einer durchschnittlichen Leistung von einer Seite je Stunde werden dafür 648 Stunden benötigt. Die tarifliche Arbeitszeit für Angestellte beträgt in der Verlagsbranche 163 Stunden im Monat. Folglich arbeitet jemand, der monatlich 1000 Euro Einkommen hat rund 4,5 Monate dafür, wenn man zur Übersetzungszeit noch die Korrekturgänge hinzurechnet. Der Schluss darf gezogen werden, dass jener Mensch zu wenige Übersetzungsaufträge hat.” (Stempel nimmt hier auch Bezug auf Burkhart Kroebers Perlentaucher-Artikel und Kroebers Rechnung in der NZZ - wo Kroeber allerdings nicht von Einkommen, sondern von Brutto-Verdienst spricht.)

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3 Kommentare
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  1. Wenn man es alles ausrechnet, dann sieht man, warum die Übersetzer gern ein Prozentchen von Tantiemen verdienen würden.

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  2. Wobei eine Beteiligung an den Tantiemen das Honorar nicht ersetzten sollte - sonst wuerden bald nur noch “Bestseller” uebersetzt werden und gute Literatur - wie so oft - hinten anstehen.

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  3. Ja, auf jeden Fall sollte es ein Honorar geben und eine Tantiemenbeteiligung!

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